Verein für Hörbehinderte Zug

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Vereinsausflug Flüeli-Ranft

Dass es ausgerechnet an diesem Anlass regnete, trüb und neblig war, verleidet zur vielgehörten Aussage: „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel!“

Dass es ausgerechnet an diesem Anlass regnete, trüb und neblig war, verleidet zur vielgehörten Aussage: „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel!“ Was solls – das Reisewetter lässt sich nun einmal nicht planen.

Die 37 angemeldeteten Mitglieder von pro audito zug liessen sich darob nicht verdriessen und stiegen freudig in Unterägeri, Baar und Zug in den komfortablen Car der Firma Albisser. Weil der Blick in die Ferne Richtung Luzern nicht viel hergab, wurde ausgiebig drauflos geschwatzt, erzählt, Neuigkeiten ausgetauscht. Aufmerksame Beobachter nahmen das viele braune Wasser natürlich wahr, das vor allem von der Kleinen Emme der Reuss zufloss. Jemand erzählte, dass er morgens um sechs Uhr aus Wolhusen die Nachricht bekam, dass die Steine im Fluss noch sichtbar sind. Bei der Durchfahrt dort um ca. 10.00 Uhr waren ob dem stark gestiegenen Wasserpegel keine Steine mehr zu sehen.

In Entlebuch wurde die aufsteigende Glaubenbergstrasse in Angriff genommen. Stiebende Bergbäche waren öfters im Blickfeld, weidendes Vieh trotzte stoisch der Wetterunbill – wenigstens war bis zur Passhöhe gute Sicht. In Richtung Langis und Stalden hingegen herrschte dichter Nebel. Der Chauffeur Markus Albisser meisterte mit grossem Geschick die schwierige Situation bei den vielen Kurven und den teils in der Fahrbahn stehenden Rindern. Kurz vor Sarnen war auch der See sichtbar, nun ging es zügig via Sachseln nach Flüeli-Ranft.

Im Hotel Klausenhof durften wir sogar im hellen Wintergarten Platz nehmen. Zügig wurde das Mittagessen serviert. Die Crew der Wirtefamilien Lang gab sich grosse Mühe, auf die Wünsche der Hörbehinderten einzugehen. Und was das Essen anbetrifft: Es war so fein und zart gekocht, dass es fast auf der Zunge zerging! Zwei Mitglieder erzählten, dass sie heute ihr Goldenes Hochzeitsfest feiern: Am selben Tag vor 50 Jahren herrschte genau gleiches Wetter...

Es blieb noch etwas Zeit, die Wirkungsstätten des Landesvaters Bruder Klaus zu besichtigen. In dessen Wohnhaus erzählte die dortige Führungs-Frau spannende Episoden: Nicht nur über den Ranftheiligen, sondern auch Details von den Zeiten, welche die älteren unter uns in jungen Jahren selber erlebt haben.

Nun ging die Fahrt weiter nach Kerns, Kernwald, St. Jakob und über den Allweg. Die prächtige Kulisse des Stanser Dorfplatzes erheischte auch einige bewundernde Blicke. In Beckenried ging es nach kurzer Wartezeit auf die Autofähre – viele waren erstaunt, dass der Car auch mitfuhr. Wenigstens hatte der Regen etwas aufgehört. Hingegen war der den See aufpeitschende Wind spürbar und liess etliche Leute im gemütlichen Bus bleiben. Zügig peilte die Fähre den Landesteg in Gersau an. Bei der Fahrt Richtung Brunnen, Arth und dem Zugersee entlang erlebten wir wettermässig die trockenste Phase.  Zufrieden und mit vielen Eindrücken kamen die Reisenden an den Zielorten Zug, Baar und Unterägeri an.

Josef Mathis