Verein für Hörbehinderte Zug

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Vereinsausflug 2019 Urnerboden

Bei strahlendem Sonnenschein konnten am Mittwoch vor Fronleichnam 33 reisefreudige Hörbehinderte und ihre Angehörigen in Unterägeri, Baar und Zug in den Car von Albisser Reisen zusteigen.

Weiler Aesch mit Stäuberfall

Wannelenalp

Clariden (links) und Schärhorn

Bei strahlendem Sonnenschein konnten am Mittwoch vor Fronleichnam 33 reisefreudige Hörbehinderte und ihre Angehörigen in Unterägeri, Baar und Zug in den Car von Albisser Reisen zusteigen. Die Fahrt führte Richtung Walchwil, den blau schimmernden Zugersee und die gegenüberliegende sattgrüne Rigilehne im Blickfeld. Auch dem Axen entlang spiegelten sich im fast grünen Vierländersee die umliegenden Berge in schönster Klarheit. Die blumengeschmückten Häuser und Gärten in Flüelen, Altdorf, Bürglen und in den kleinen Dörfern sowie Bergheimet im Schächental waren eine Augenweide.

Der Schreibende machte auf etliche Seilbahnen und Seitentäler mit interessanten Höhenwegen aufmerksam. Auf dem Aussichtspunkt mit Blick gegen den Weiler Aesch wurde ein kurzer Halt eingeschaltet; der gut einsehbare stiebende Stäuberfall wurde bestaunt und fotografiert. Auf dem Klausenpass beeindruckten die immer noch mächtigen Schneemauern. Die umliegenden Alpen waren teils noch mit viel Schnee bedeckt und verzögern natürlich einen baldigen Alpaufzug.

Mit Präzision und Feingefühl führte der Chauffeur Markus Trochsler die Fahrgäste durch die schmale Strasse und engen Kurven zum Urnerboden hinunter, vorbei an den mächtigen Felswänden und Steilhängen mit viel Schmelzwasser führenden Bächen. Weit ins Tal hinunterreichende Lawinenkegel zeugten vom vergangenen schneereichen Winter.

Im Gasthof Urnerboden wurden wir von der Wirtefamilie Walker und Team begrüsst und kamen in den Genuss eines währschaften, sehr feinen und mit viel Liebe zubereiteten Mittagessens. Bei Menschen mit Hörschädigung ist natürlich nicht zu vermeiden, dass die Unterhaltung etwas lauter als sonst ist. Wichtig ist ja der Kontakt untereinander. Ab und zu wurde ein entspannter Blick auf die farbigen Alpweiden und das friedlich grasende Vieh geworfen.

Die grosszügig bemessene Mittagspause wurde gerne genutzt, um sich im Dörfli umzusehen, im originellen Dorflädeli und in der Schaukäserei feinem Alpkäse zu kaufen oder im schlichten Kirchlein kurz innezuhalten.

Bei der Fahrt nach Linthal hinunter und durch das Glarnerland machte der Chauffeur auf viele markannte Fabrikgebäude und Kamine aufmerksam, die vom industriellen Zeitalter zeugten. Heute sind diese grösstenteils umgenutzt. Die Heimkehr ins Zugerland im klimatisierten Bus wurde geschätzt, denn jetzt zeigte das Thermometer bis 31 Grad an!

Josef Mathis, Hagendorn